Erfolg ohne Selbstverrat

Shownotes

Erfolg ist nicht immer das, was die Gesellschaft dir erzählt. Viele Menschen verbiegen sich, nur um erfolgreich zu sein. Doch macht das wirklich glücklich?

Glücklich ist, meiner Ansicht nach, jemand, der seine eigenen Werte kennt und danach lebt, bzw. leben kann. In dieser Episode erzähle ich dir, wie du durch Journaling deine Werte bestimmst und deinen ganz persönlichen Erfolg für dich finden kannst.

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Ich bin Anne-Kerstin Busch, Schreibmentorin & Transformations-Coach. Mein Anliegen ist es, dich durch das Schreiben zu unterstützen, dass du klarer siehst, in welche Richtung du gehen willst, um dir ein erfülltes Leben zu kreieren.

Außerdem helfe ich Coaches, Heilpraktikern und Berater:innen ihr Ratgeber-Buch oder ihre Business-Story zu schreiben und ihre einzigartige Autorenpersönlichkeit aufzubauen.

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Musik Intro/Outro: Sunset Dive von Black Rhomb https://www.premiumbeat.com/de/

Transkript anzeigen

Herzlich willkommen zu dieser Podcastfolge. Diesmal geht es um Erfolg ohne Selbstverrat. Es geht auch darum, wie du durch Journaling im Einklang mit deinen eigenen Werten erfolgreich werden kannst. Ja, wir alle oder fast alle träumen davon, erfolgreich zu sein. Doch nicht immer ist der Weg zum Erfolg so so leicht, wie manch einer einem glauben machen will.

Wenn es dann bei dir nicht so schnell klappt, bist du vielleicht frustriert oder glaubst vielleicht sogar, dass du dich für deinen Erfolg verbiegen musst. Vielleicht denkst du, dass du deine Werte aufgeben musst, damit das mit dem Erfolg endlich funktioniert. Doch ist das wirklich so? Dieser Frage gehen wir in der Podcast-Folge nach. Du bekommst außerdem kreative Journaling-Inspirationen, um selbst weiterzuarbeiten, um deine Werte zu erkennen und sie in Zukunft in deine Lebens- und Erfolgsplanung mit einzubeziehen. Bleib also dran bis zum Schluss.

Ja, und hier mal zwei fiktive Beispiele. Ja, nehmen wir mal an, eine Frau namens Marianne Mustermann, in dem ersten fiktiven Beispiel, ist seit 20 Jahren im gleichen Job. Eigentlich liebt sie ihren Job. Aber im Unternehmen, in dem sie angestellt ist, gibt es plötzlich immer mehr Veränderungen.

Marion spürt, dass sie morgens nicht mehr so gerne zur Arbeit geht. Ja, und dann kommt ein neuer Chef und der krempelt den Laden noch mehr um. Es gibt weniger selbstständige Arbeit als vorher, sondern mehr Reglementierung von oben. Marion fühlt sich nicht gesehen. Sie fühlt mit Kolleginnen mit, die vom Chef angebrüllt werden, weil er gerade mal wieder einen schlechten Tag hat.

Eines Tages sitzt sie am Wochenende zu Hause mit einer Tasse Tee und starrt aus dem Fenster. Unbeweglich sitzt sie da, mit leerem Blick. Sie fühlt sich geschlaucht, ausgebrannt und denkt mit Schrecken schon an den Montag, wo alles wieder losgeht mit der Arbeit, mit dem brüllenden Chef, mit dem Gegängeltwerden, mit den Reglementierungen und den Dingen, die abgeschafft werden, obwohl sie eigentlich gut wären. Dann blitzt ein Gedanke in ihr auf. Plötzlich hat sie die Intuition und fragt sich: Entspricht das alles eigentlich noch meinen Werten?

Was habe ich überhaupt für Werte? Hat dieses Unternehmen seine Werte geändert und erst jetzt merke ich es? Klar, sie ist stolz auf das, was sie erreicht hat, auf ihre Führungsposition. Immerhin leitet sie das Vorstandssekretariat und hat 10 Mitarbeiterinnen unter sich. Damals, als sie in der Firma anfing, war sie glücklich. Sie hatte sich über jeden Karriereschritt gefreut.

Hier eine andere Geschichte: Sabine ist selbstständig als Texterin und Social-Media-Managerin für Solopreneure. Sie ist Mitte 50. Bei ihrer Arbeit begegnen ihr immer wieder Social-Media-Accounts von jungen Influencerinnen. „Boah, so viele Follower hätte ich auch gerne", denkt sie dann oft.

„Ist es das Alter, was mich weniger erfolgreich sein lässt?", fragt sie sich. „Oder was ist es?" Doch dann schaut sie sich die Accounts der anderen mal genauer an. Hier eine Werbung für Rucksäcke, hier ein Reiseblog, der für Hotels wirbt, und dort wird eine Creme beworben. Und plötzlich dämmert es ihr: Predige ich nicht ständig meinen Kunden, dass sie erfolgreich sein können, wenn sie authentisch sind? Sage ich ihnen nicht immer, dass sie auf ihre Werte und ihre Positionierung achten sollten?

Nur bei mir mache ich da offensichtlich eine Ausnahme. Schnell nimmt sie ihr Tagebuch zur Hand und schreibt über ihre Werte. Schnell bekommt sie dadurch wieder die Kraft und Zuversicht weiterzumachen. Zwar langsam zu wachsen, aber so, dass es zu ihr und ihren Werten passt.

Welche der beiden Geschichten trifft eher auf dich zu? Halte mal für einen Moment inne und reflektiere darüber. Oder kommt dir das vielleicht auch gar nicht bekannt vor? Das ist natürlich auch okay. Trotzdem kannst du gucken, was deine Werte sind.

Aber zu dem Thema kommen wir später. Im Unternehmenskontext als Angestellte kann es passieren, dass deine Werte und die des Unternehmens nicht mehr so matchen wie am Anfang.

Wenn du selbstständig arbeitest, dann schaust du vielleicht auf die sogenannten Erfolgreichen, die viele Follower haben. Aber du merkst dann irgendwann hoffentlich, dass du dir besser deine Werte als Grundlage für deinen Erfolg bewusst machst. Erfolg kann natürlich auch Erfolg als Familienmanager:in sein oder in einem Verein.

Erfolg wird oft mit dem beruflichen Kontext in Verbindung gebracht. Aber du kannst für dich schauen, welches Themengebiet gerade dran ist. Denn jetzt, oder wenn du gerade im Auto sitzt oder so, dann auch später, solltest du dein Tagebuch nehmen und über deine Werte in Bezug zu dem Lebensbereich reflektieren, in dem du es dir wünschst, erfolgreich zu sein. Schreibe als Überschrift: Meine Werte. Und dann lege los.

Schreibe spontan auf, welche Werte dir wichtig sind. Ich würde mal sagen, schreibe mindestens 5 Werte auf. Die Werte, die dir besonders wichtig sind. Also bei mir ist es zum Beispiel Liebe, Freiheit, Spiritualität, was für mich bedeutet, dass ich mich als Seele sehe, ein unsterbliches Energiewesen, Kreativität und Fülle. Was im Englischen Abundance heißt. Der Begriff gefällt mir besser als Fülle. Fülle wird ja öfters auch noch mit Körperfülle verwechselt. Wenn man an Fülle denkt, muss man immer aufpassen. In dem Fall ist natürlich finanzielle Fülle gemeint. Ja, was sind deine Werte?

Wenn du diese aufgeschrieben hast, dann hast du schon mal einen wichtigen Schritt gemacht. Jetzt kannst du schauen, wie du dir deinen Erfolg kreierst. Aber es ist wichtig, dass du immer deine Werte zugrunde legst.

Reflektiere in einem zweiten Schritt noch mal darüber, wie deine Werte zu deiner Situation passen, in der du gerade steckst, zu dem Lebensbereich, in dem du vielleicht sogar was verändern möchtest. Ja, und dann definier mal Erfolg für dich.

Jetzt schauen wir uns noch mal das Thema Erfolg an. Was bedeutet das für dich? Nach außen hin gesehen bedeutet es oft viel Geld haben, eine Familie haben, einen Job haben, der einen erfüllt und so weiter. Doch was bedeutet es für dich persönlich? Nimm dir wieder ein wenig Zeit und schreibe in dein Tagebuch, reflektiere darüber.

Zum Beispiel kann für dich Erfolg bedeuten, dass du feststellst, dass du sowohl beruflich als auch privat schon sehr gut nach deinen Werten lebst. Oder Erfolg bedeutet für dich, einfach glücklich zu sein. Oder es bedeutet für dich, in finanzieller Fülle zu leben. Deinen Traumjob zu haben. Nimm jetzt oder später dein Tagebuch zur Hand und reflektiere über das Thema: Was Erfolg für mich bedeutet?

Da kannst du dir auch mehrere Tage Zeit nehmen. Das muss nicht unbedingt alles an einem Tag geschehen. Nimm dir die Zeit, die du brauchst für dieses wichtige Thema. Bedenke: Erfolg ist nicht immer das, was einem die Gesellschaft vorgaukelt. Vielleicht bist du schon auf dem besten Weg zum Erfolg und denkst nur, dass du noch nicht erfolgreich bist, weil du in Kategorien denkst, die beispielsweise dein Umfeld dir widerspiegelt oder die du als Kind gelernt hast.

Mir ist es eine Zeit lang auch so gegangen, dass ich immer wieder den Gedanken hatte, andere seien erfolgreicher als ich. Ich fühlte mich entmutigt, weil es bei mir noch nicht geklappt hatte, dass mein Business so viel Geld einbringt, dass ich locker davon leben kann. Und dann habe ich aber gemerkt, dass ich in mein Business viele Werte reinbringen kann und dass das für mich auch schon ein erster Schritt zum Erfolg ist. Ich kann die Kreativität reinbringen, ich kann die Liebe reinbringen, die Spiritualität, ich kann meine Einzigartigkeit reinbringen und dann habe ich schon sehr viel geschafft. Und viele Kunden haben es mir gedankt oder danken es mir, dass ich sie auf meine Art und Weise unterstütze.

Und an dem Rest arbeite ich einfach noch. Ja, was hilft in einer solchen Situation, wenn du denkst: Ich bin ja noch gar nicht erfolgreich? Auch wieder das Tagebuch. Schreibe einmal mindestens 4 Wochen lang jeden Tag 5 Dinge auf, die du für dich als Erfolg verbuchst.

Das können kleine Dinge sein, wie zum Beispiel, dass du alle To-dos geschafft hast, die auf deiner Liste standen. Oder dass du einen deiner Werte ganz besonders leben konntest, natürlich an dem Tag, oder mehrere sogar. Achte immer darauf, dass du alles im Einklang mit deinen Werten siehst. Das wird dir weiterhelfen, dich schon bald erfolgreicher zu fühlen. Und vom Fühlen ist es dann nur noch ein kleiner Schritt hin zum Erfolg ohne Selbstverrat, zum Erfolg, ohne dass du dich verbiegen musst.

Deine Werte zeigen dir deutlich, was du in deinem Leben verändern darfst, auch was so bleiben darf und wo du sie schon gut lebst. Deshalb habe sie immer parat, wenn du durchs Leben gehst, um die nötigen Anpassungen vorzunehmen.

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