Was bringt dein Herz zum Klingen?
Shownotes
Das Umfeld, die Erziehung, wie wir aufgewachsen sind, beeinflusst unser Leben. Wenn wir sehr viel Glück hatten, wurden unsere Träume unterstützt und gefördert. Doch was, wenn nicht? Wie geht es uns damit heute? Haben wir noch Träume? Und ist es vielleicht sogar schon zu spät, den eigenen Traum zu verwirklichen? Weißt du, was dein Herz so richtig zum Klingen bringt? Um dieses Thema geht es in dieser Podcastfolge.
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Ich bin Anne-Kerstin Busch, Schreibmentorin & Transformations-Coach. Mein Anliegen ist es, dich durch das Schreiben zu unterstützen, dass du klarer siehst, in welche Richtung du gehen willst, um dir ein erfülltes Leben zu kreieren.
Außerdem helfe ich Coaches, Heilpraktikern und Berater:innen ihr Ratgeber-Buch oder ihre Business-Story zu schreiben und ihre einzigartige Autorenpersönlichkeit aufzubauen.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Das Umfeld, die Erziehung, wie wir aufgewachsen sind, all das beeinflusst unser Leben heute. Wenn wir sehr viel Glück hatten, wurden unsere Träume unterstützt und gefördert. Dann hat man gemerkt, welche Talente wir haben, was wir gerne tun, was unsere Träume sind, meistens die Eltern. Und sie haben das gefördert und haben das nicht abgetan als: Ach, das ist ja sowieso nix. Aber das passiert eben nicht jedem.
00:00:30: Und was, wenn das eben nicht so war? Wie geht es uns damit heute? Haben wir noch Träume? Haben wir sie vielleicht vergessen? Und ist es vielleicht sogar schon zu spät, den eigenen Traum zu verwirklichen?
00:00:46: Um diese Fragen und dieses Thema geht es in dieser Folge von Tinte, Träume und Transformation, dem Podcast für alle, die ihre Träume leben, die mehr aus ihrem Leben machen wollen und die sich dabei vom Schreiben unterstützen lassen wollen. Herzlich willkommen. Ja, stell dir vor, es gibt etwas, was dein Herz zum Klingen bringt, was es hüpfen lässt vor lauter Freude. Fällt es dir leicht, dir das vorzustellen, oder fällt dir das eher schwer? Nicht jedem fällt es leicht.
00:01:22: Vielleicht hat manch eine oder manch einer von euch sogar vergessen, was das eigene Herz zum Klingen bringt. Der eigene Lebenstraum, liegt unter vielen Schichten, Erfahrungen, Schwierigkeiten und manchmal auch alten Mustern begraben, die wir erlernt haben. Aber es gibt Möglichkeiten, den Schatz wieder zu heben. Und dein Tagebuch kann dir dabei helfen.
00:01:50: Ja, du erinnerst dich vielleicht auch, als Kinder haben wir einfach gespielt. Wir haben die Zeit vergessen, wenn wir draußen gespielt haben. Wir haben uns Dinge ausgedacht, Spiele ausgedacht. Wir waren oft mehr in unserem Sein, wir waren wirklich wir selbst und haben einfach das gemacht, was uns Freude bereitete. Wir haben nicht lange überlegt, ob es jemandem gefällt, ob es richtig ist, ob es passt.
00:02:16: Dann kam die Schule. Das erste Mal ein System, in das wir hineingepresst wurden. Das ist jetzt etwas überspitzt gesagt, aber ich habe es so empfunden. Es ist ja schon das Beispiel: Wir bekamen Hausaufgaben und statt draußen zu spielen, mussten wir Matheaufgaben machen, für eine Arbeit lernen und später dann auch für unseren Abschluss. Auf diesem Weg verlieren die meisten das Spielerische, zumindest ein wenig. Ja, dann ging es mit dem normalen Leben weiter.
00:02:49: Dann kamen Ausbildung oder Studium. Und vielleicht hast du auch eine Familie gegründet oder einen Vollzeitjob angenommen. Oder du hast vielleicht sogar beides gemacht. Dann hast du dir immer gesagt: Das Geld muss stimmen. Ich trage die Verantwortung für mein Leben.
00:03:05: Verantwortung, ein Begriff, der oft auch schwer wiegt. Und ich trage auch die Verantwortung für das Leben meiner Kinder. Vielleicht hast du dir das jahrelang auch immer wieder gesagt. Und du hast dich voll und ganz auf deine Verantwortung konzentriert und deine Träume vergessen. Dann vergingen die Jahrzehnte.
00:03:27: Und es kam der Moment, an dem sich alles änderte. Vielleicht sind deine Kinder inzwischen aus dem Haus, sie gehen ihre eigenen Wege. Vielleicht bist du durch eine Scheidung gegangen oder es gab Veränderungen im Job. Du wurdest vielleicht nicht mehr gebraucht oder was auch immer. Und vor allem hast du dich wahrscheinlich auch selbst verändert.
00:03:54: Und das ist eine große Transformation des Lebens. Und manch einer fällt da vielleicht auch in ein tiefes Loch und spürt eine Leere in sich und fragt sich: Was mache ich jetzt nur? Diese Zeit ist sehr wertvoll, weil sie kann gleichzeitig auch ein Weckruf sein, endlich die eigenen Träume wieder auszugraben und mehr aus diesen Schätzen zu machen. Und um diese Schätze, nämlich um deine Schätze geht es in dieser Folge. Ich erlebe es selbst immer wieder, dass ich meine Träume wegpacke und tatsächlich dann auch vergesse, bis mich irgendwann etwas wieder daran erinnert.
00:04:36: Zum Glück, kann ich nur sagen. Hier ein Beispiel von vor 30 Jahren. Da war es mein großer Traum, Kinderbuchautorin zu werden. Ich wollte mir Geschichten ausdenken, die Kindern und insbesondere Mädchen Mut machen, die spannend sind, die gerne gelesen werden. Ich schrieb zwei Geschichten für kleine Kinder, so Grundschulkinder, die vielleicht gerade anfangen zu lesen, und schickte diese damals jemandem, der sie beurteilen sollte.
00:05:06: Und diese Person schrieb mir tatsächlich zurück. Das war selbst eine Kinderbuchautorin. Sie sagte zu mir, sie schrieb also, dass ich ein großes Talent dafür hätte, Kindergeschichten zu schreiben, und dass ich diesen Traum niemals aufgeben sollte. Doch was ist passiert? Mich verließ der Mut.
00:05:24: Ich fragte mich: Ich habe doch selbst keine Kinder. Ich kann sie doch vielleicht gar nicht verstehen. Wie anmaßend von mir, so was überhaupt zu glauben. Und wahrscheinlich würde ich auch überhaupt keinen Verlag dafür finden. Also es war eine Zeit, da gab es auch das Self-Publishing noch nicht so. Das war noch nicht so verbreitet wie jetzt.
00:05:42: Also ich erfand so gefühlsmäßig 1000 Ausreden, warum das alles nicht klappen würde. Und irgendwann forderte mich das Leben und dann mein Vollzeitjob so sehr, dass ich den Traum verdrängte. Und bis heute habe ich den eigentlich nicht so richtig weiterverfolgt. Ich schrieb Ratgeber-Bücher, die ich auch veröffentlichte, und ich schrieb Kurzgeschichten.
00:06:07: Ja, was ich mit dem Beispiel sagen will: Eigene Bedenken, der innere Kritiker, der Verstand, was auch immer, hält uns sehr gerne davon ab, tätig zu werden und alles dafür zu tun, um unsere Träume zu verwirklichen. Da kann das Schreiben wunderbar helfen, diese Wenns und Abers zu überwinden, die dann kommen, wenn man seine Träume verwirklichen will. Wenn du dir zum Beispiel einen Traum aufschreibst, also du hast plötzlich die Idee und dein Herz geht auf, es bringt dein Herz zum Klingen, ja, dann schreib es auf, ohne es zu bewerten. Aber dann hast du es erst mal festgehalten und kannst es nicht so leicht vergessen, wenn dann irgendwie ein innerer Anteil um die Ecke kommt und sagt: Nee, das ist doch alles nichts. Lass es lieber.
00:06:54: Du kannst beim Schreiben auch fühlen, ob das wirklich zu dir passt. Also da verwende ich sehr, sehr gerne immer die Ich-bin-Methode. Also nehmen wir mal das Beispiel, wenn ich jetzt hätte immer noch Kinderbuchautorin werden wollen und dann würde ich vielleicht schreiben: Ich bin eine erfolgreiche Kinderbuchautorin. Meine Bücher sind Bestseller. Also immer die Gegenwart, dieses Ich-bin.
00:07:20: Und setze der Fantasie keine Grenzen. Du schreibst ja nur etwas auf, da kannst du groß denken, da passiert auch erst mal noch nichts. Aber spürst du, dass du dein Herz zum Klingen bringst, wenn du darüber schreibst? Wenn nicht, dann schaue, ob es wirklich dein Traum ist, den du da leben möchtest. Vielleicht hat sich aber auch etwas verändert und der Traum war damals wichtig und ist es jetzt nicht mehr.
00:07:46: Das gibt es auch. Ja, doch nun zurück zur Lebensmitte, zu dem Punkt, an dem viele sich die Frage stellen: Was will ich mit dem Rest meines Lebens noch anfangen? Und ist es vielleicht sogar schon zu spät, die Träume zu verwirklichen? Also ich lese sehr gerne immer wieder über Menschen, die erst in späteren Jahren ihre Träume verwirklicht haben. Da habe ich mal über eine 80-Jährige gelesen, die ihr erstes Buch geschrieben und veröffentlicht hat, oder über eine Frau mit 85, die gemalt hat und ihre erste Ausstellung gemacht hat.
00:08:27: Und es gibt so viele Träume, die sich immer noch verwirklichen lassen, wenn wir offen sind für die Möglichkeiten. Ja, dann gibt es auch die Menschen, die sagen: Ich habe keine Träume, ich kann nichts Besonderes. Aber oft fühlt sich dann das Leben trotzdem leer an. Und gleichförmig. Auch hier kann dir das Schreiben helfen, wenn du so bist, wenn du es in dem Moment auch sagst: Ach nee, ich habe überhaupt keinen Traum.
00:08:53: Dann kann dir das Schreiben helfen, klarer zu sehen, rauszufinden, ob es da nicht doch etwas gibt, was du wirklich willst. Ob du eventuell einen längst vergessenen Schatz heben solltest oder ob du ihn transformieren darfst, dass er jetzt zu dir passt. Wenn du bereit dafür bist, dann wird sich die Tür zu längst vergessenen Träumen öffnen. Und hier kommt für mich auch noch die Meditation ins Spiel. Die kann nämlich auch noch mal helfen rauszufinden, was in dir steckt, um deine inneren Schätze zu heben.
00:09:29: Und in Verbindung mit dem Schreiben ist das einfach ideal. Und deshalb möchte ich dir in dieser Folge wieder eine kleine Meditation schenken. Wie immer gilt natürlich: Mache diese Übung nur, wenn du nicht gerade Auto fährst oder einer Tätigkeit nachgehst, die deine volle Aufmerksamkeit erfordert, dann mach die Übung gerne später. Doch jetzt erzähle ich dir die kurze Meditation. Lege dir als Erstes dein Tagebuch und einen Stift bereit.
00:10:01: Setze dich bequem hin und schließe sanft die Augen. Atme ein paar Mal tief ein und aus. Und mit jedem Ausatmen lässt du deine Sorgen des Alltags los und entspannst dich mehr und mehr. Stelle dir nun vor, dass du an einem Strand entlang gehst. Der weiße Sand ist weich und angenehm unter deinen Füßen.
00:10:32: Die Sonne glitzert auf dem Meer. Das Meer ist türkisblau und seine Wellen sind sanft und ruhig. Du gehst eine Weile am Wasser entlang, bis du eine Hütte siehst. Oben in den Dünen ist eine Hütte. Sie liegt versteckt.
00:10:54: Nur derjenige, der dafür bereit ist, kann sie sehen. Und du bist jetzt dafür bereit. Du gehst den Weg zwischen den Dünen hinauf zur Hütte.
00:11:09: Schatzhütte steht über der Tür. Du öffnest die Tür und siehst eine Schatzkiste in dem einen Raum stehen, den die Hütte hat. Sie ist mit goldenen Beschlägen verziert und mit königsblauem Leder überzogen. Eine ganz besondere Schatzkiste, in der sich deine lang vergessenen Träume befinden. Du öffnest die Schatzkiste und schaust hinein.
00:11:38: Was entdeckst du? Bleibe eine Weile bei der Schatzkiste und nimm deine Träume wahr. Bewerte sie nicht, lasse sie dir einfach zeigen. Dann nimmst du die Schatzkiste und verlässt die Hütte. Zu deiner Überraschung ist die Kiste ganz leicht.
00:11:57: Du kannst sie dir wie einen Rucksack auf den Rücken schnallen. Schließe die Tür und bedanke dich bei der Schatzhütte. Gehe den Strand entlang, deinen Weg zurück. Komme dann langsam wieder in den Raum zurück, in dem du sitzt. Schreibe dir auf, was du in deiner Schatzkiste gefunden hast.
00:12:20: Mache diese Übung für dich in deinem Tempo. Ich habe jetzt hier nur kleine Pausen gemacht, weil dass nicht so praktisch ist, wenn man sich einfach komplett den Podcast anhören möchte, weil man gerade Auto fährt oder so oder durch den Wald läuft und sich dann wundert, dass da Pausen drin sind. Und du kannst diese Übung dir einfach mal anhören und dann kannst du sie für dich selbst machen.
00:12:47: Zusätzlich kannst du dir auch folgende Fragen stellen: Was habe ich als Kind geliebt? Was habe ich gerne gemacht? Wann habe ich zuletzt so richtig die Zeit vergessen? Was habe ich da gemacht? Ja, und was wollte ich schon immer mal tun, habe mich aber bisher noch nicht getraut? Reflektiere ruhig ein paar Tage über diese Fragen oder auch einen ganzen Monat. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, bis du klarer siehst und vielleicht einen Traum vor dir hast, wo du sagst: Ja, Das bringt mein Herz zum Klingen.
00:13:21: Ja, und jetzt noch zu der Frage: Kann es irgendwann zu spät sein, die eigenen Träume zu verwirklichen? Ja, wenn du bis zum Lebensende wartest. Ich denke, jetzt ist die beste Zeit. Beginne in kleinen Schritten, finde deinen Traum und verwirkliche ihn.
00:13:40: Vielleicht ist manchmal eine Anpassung nötig. Also ich sage mal, wenn du jetzt sagst mit 70, ich möchte Primaballerina werden, geht das sicher nicht. Genauso Pilotin oder Pilot geht auch nicht, wahrscheinlich. Aber vielleicht kannst du einen solchen Traum verändern, ein wenig transformieren. Ja, du kannst Tanzunterricht nehmen, wirst zwar dann nicht Primaballerina, aber du kannst das Tanzen erleben. Und vielleicht fühlt sich das dann für dich auch gut an und es erfüllt dich. Wenn du deinen Traum gefunden hast, dann lasse ihn fliegen, verwirkliche ihn und bringe dein Herz zum Klingen. Egal wie alt du bist.
00:14:20: Ja, noch mal zu meinem unvollendeten Traum mit den Kinderbüchern. Vor einigen Jahren habe ich tatsächlich zwei Kurzgeschichten veröffentlicht. Es sind zwar Weihnachtsgeschichten, aber in denen haben auch Kinder eine Rolle gespielt. Und ja, ich war glücklich, als ich die Geschichten schrieb. Ich habe sie Handtaschengeschichten genannt und habe sie unter Pseudonym veröffentlicht. Ich werde dazu was in den Shownotes schreiben. Falls es dich interessiert. Ja, und während ich die Meditation vorbereitet habe, kamen mir diese Handtaschengeschichten wieder in den Sinn.
00:14:55: Also ich hatte sie auch vergessen, hatte das verdrängt. Und da habe ich jetzt so bei mir gedacht, da sollte ich wohl mal wieder tätig werden. Ich halte dich auf dem Laufenden. Alles Gute für dich und viel Erfolg beim Verwirklichen deines Traums.
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